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Betriebskrankenkassen in Bayern fordern Rückkehr zur Beitragsautonomie

München, 05.07.2010

„Der einheitliche Beitragssatz hat das System der Gesetzlichen Krankenversicherung unsolidarisch und für die Krankenkassen selbst unberechenbar gemacht. Ein eineinhalb Jahre dauernder Feldversuch mit Chaos um Einheits- und Zusatzbeitrag ist grandios gescheitert! Die Politik muss jetzt den Mut haben, dieses Fehlkonstrukt wieder zu beerdigen“, stellt Sigrid König, Vorstand des BKK Landesverbandes Bayern, fest. Die bayerische BKK Chefin appelliert an die Regierungsparteien: „Geben Sie die Verantwortung über den Beitragssatz wieder in die Hände der Selbstverwaltung, denn dieses Verfahren hat sich jahrzehntelang bewährt!“

Von der geplanten Erhöhung des Einheitsbeitragssatzes auf 15,5 Prozent wird nach Ansicht von König in erster Linie wieder der Mittelstand getroffen: „Einerseits hätten die Mitglieder bei unterschiedlichen Beitragssätzen die Wahl, sich eine günstigere Kasse zu suchen und könnten ihren Geldbeutel entlasten. Andererseits wird den jetzt finanzschwachen Krankenkassen auch der erhöhte gesetzliche Einheitsbeitrag von 15,5 Prozent nicht reichen. Dabei haben wir aus den Erfahrungen mit unterschiedlichen Beitragssätzen gelernt, dass auch hochpreisige Kassen mit Beitragssätzen von über 17 Prozent überlebensfähig sind. Erst mit einem Einheits- und Zusatzbeitrag wird diesen Krankenkassen ihre Überlebensfähigkeit genommen!“

Hinzu kommt: Der Zusatzbeitrag ist mit einem enormen Verwaltungsaufwand verbunden, weil für jedes einzelne Mitglied Versichertenkonto und Beitragseinzug aufgestellt werden müssen. So sind von 8 Euro Zusatzbeitrag allein mindestens 2 Euro für die Verwaltung der Beitragskonten erforderlich.

Pressesprecherin:
Manuela Osterloh, Tel. 089 / 74579421, osterloh@bkk-lv-bayern.de