Eine positive Bilanz von zwei Jahren Gesundheitsaufklärung für Migranten präsentierten heute beim BKK Landesverband Bayern in München MiMi-Gesundheitsmediatoren, Förderer, Träger und Kooperationspartner. Die Eckdaten: 114 im deutschen Gesundheitswesen in den letzten zwei Jahren geschulte Mediatoren haben in zahlreichen kultursensiblen Gesundheitskampagnen knapp drei Tausend Migranten aus über 80 Herkunftsländern (vorwiegend Russland und Türkei) landesweit erreicht und informiert. Werner Rychel, Vorstand des BKK Landesverbandes Bayern: „Gesundheitsaufklärung ist gerade bei nicht deutschsprachigen Versicherten notwendig. Wir werden uns deshalb auch in den kommenden zwei Jahren in Sachen Gesundheitsaufklärung für Migrantinnen und Migranten engagieren.“
MiMi-Bayern wurde schon in den Jahren 2008 und 2009 von den bayerischen Betriebskrankenkassen, dem Bayerischen Staatsministerium für Umwelt und Gesundheit und von der BKK Bundesverband GbR gefördert und unterstützt. Das Ethno-Medizinische Zentrum e.V. führt das MiMi-Projekt in Kooperation mit zahlreichen Partnern in Augsburg, Ingolstadt, München, Nürnberg und Schweinfurt durch.
Die über MiMi ausgebildeten Mediatoren informieren mit Hilfe von mehrsprachigen Gesundheitswegweisern und Informationsmaterialien zugewanderte Mitbürger darüber, wie sie ihre Gesundheit besser fördern und erhalten können. Ziel des Projekts ist es, gut integrierte kompetente Migranten zu interkulturellen Gesundheitsmediatoren zu schulen. Diese sollen ihre Landsleute gemeinsam mit Akteuren des Gesundheitswesens mehrsprachig und kultursensibel über das deutsche Gesundheitssystem und wichtige Präventionsthemen wie Gesunde Ernährung und Bewegung, Vorsorge und Früherkennung, Seelische Gesundheit, Gefahren des Rauchens und des Alkoholkonsums, Kindergesundheit und Unfallprävention informieren.
Erfolgreiche Mediatorenkampagnen konnten in Kultur- und Begegnungszentren sowie privaten Räumen über die religiösen Einrichtungen, Stadtteiltreffs und Sprachschulen etabliert werden. Die Projektergebnisse zeigen einen großen Bedarf und ein großes Interesse der Migranten an Themen der Gesundheitsförderung. Sehr gefragt sind neben den Informationen zum Gesundheitssystem die Themen Vorsorge und Früherkennung, Ernährung und Bewegung, Gesunde Zähne und Mundgesundheit sowie Seelische Gesundheit.
Informationen zum MiMi-Gesundheitsprojekt in Bayern erhalten Sie auch bei der MiMi-Landeskoordinatorin, Britta Lenk-Neumann, im MiMi-Projektbüro Bayern beim Bayerischen Zentrum für Transkulturelle Medizin e.V.
Tel.: 089 / 43909028, E-Mail: Lenk-Neumann@bayzent.de
Pressesprecherin:
Manuela Osterloh, Tel. 089 / 74579421, osterloh@bkk-lv-bayern.de